Früher spielte sich das Leben eines Ortes auf dem zentralen Dorfplatz ab. Rund ums Gemeindehaus waren auch die Metzgerei, die Bäckerei und der Friseursalon angesiedelt. Das Dorfzentrum war klar erkennbar; wer Behördengänge erledigen, einkaufen oder Freunde treffen wollte, kam hierher. Doch zunehmend verlor das Gemeindehaus seine Zentrumsfunktion – ebenso die Kirche. Eingekauft wird immer öfter auf dem Heimweg von der Arbeit, im Einkaufszentrum am Ortsrand oder gleich direkt übers Internet.
In Schaffhausen sieht man keine vereinsamten Dorfplätze und leer stehende Verwaltungsimmobilien. Diese Plätze und Gebäude sind revitalisierte Begegnungsorte, fördern den Austausch in der Bevölkerung und beleben den Dorfkern. Engagierte Einheimische vereinen sich mit Stadtmenschen – die probeweise in einem «Retreat4Makers» das Landleben ausprobieren – zu Projekt-Communities, um die Dorfentwicklung voranzutreiben. Hierzu werden konkrete Entwicklungsziele vorgegeben. Unternutzte Liegenschaften werden als möblierte Wohnungen in einem Rundum-sorglos-Paket zur Verfügung gestellt. Gemeinden und Immobilienbesitzer machen ihre unternutzten Liegenschaften zugänglich. Die Freiräume auf dem Land eröffnen Gestaltungsmöglichkeiten. Die Gemeindehäuser beleben sich mit Co-Working-Spaces und Kindertagesstätten, Verwaltungsgebäude verwandeln sich in Gesundheitspraxen oder Cafés.
Gerade in einer digitalisierten Welt sind zentrale Orte der Begegnung von grosser Bedeutung für die Gemeinschaft und das Dorfleben. Neunutzungen beleben und schaffen Frequenz – und bringen so dem heimischen Gewerbe neue Kunden.
Massnahmen |
Umsetzer | |
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01 | Lancierung Unterstützungsprogramm «Dorfkernbelebung» |
Politik
warten
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02 | Identifikation unter- / ungenutzter Liegenschaften der öff. Hand |
Politik
in Arbeit
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03 | Partizipative Prozesse mit Bevölkerung zur Identifikation der Bedürfnisse |
Gesellschaft
in Arbeit
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04 | Umnutzung von Gemeindehäusern (-immobilien) in ländlichen Regionen |
Politik
in Arbeit
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05 | Einbezug und Aktivierung von lokalen Vereinen |
Gesellschaft
in Arbeit
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06 | Pilotierung von Kombinationsmodellen (Verwaltung & Laden / Verwaltung & Gastronomie / Verwaltung & Co-Work) |
Politik
warten
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07 | Aufwertung des öffentlichen Raumes und Verkehrsgestaltung im Dorfzentrum |
Politik
warten
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08 | Lancierung «Retreat4Makers» durch Gemeinde |
Politik
warten
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Der Sharing-Gedanke hält in der Region Einzug. Im FabLab teilen Firmen Maschinen und Wissen.
Hier trifft sich die Region und schafft gemeinsam Neues. Als Schmelztiegel für neue Ideen entstehen Begegnungsorte im Herzen der Region.